Schuleingangsphase

Projekte:  

  • Prinzessin Pfiffigunde (ZIS Vöcklamarkt)

Grundlegende Gedanken

„Schulreife“

 

Der Entwicklungsstand der Kinder ist sehr unterschiedlich, was sich nicht nur bei der Aufnahme und Verarbeitung von Lerninhalten zeigt, sondern  vor allem im sozialen Verhalten. Die Eltern haben sehr unterschiedliche Erwartungshaltungen, die oft auch geprägt sind, wie sie selbst ihre Schulzeit erlebt haben.

 

Idee:
Die Arbeit der Betreuungslehrerinnen  beginnt bereits vor dem ersten Auftreten von Auffälligkeiten. Sie soll dabei helfen, gemeinsam mit den am Kind handelnden bzw. „erzieherischen“ Personen ein gedeihliches Klassenklima zu entwickeln!
Sollten Kinder ab dem ersten Schultag betreut werden müssen, bleibt das Prinzip der Klassenbetreuung in der Eingangsphase aufrecht. –> integrativer Ansatz!

 

Mögliche Ziele und Absichten:

·         Betreuungslehrer werden sehr bald als Teil der Schule wahrgenommen

·         Arbeit in ganzen Klassen – Beziehungsarbeit und Vertrauensbildung

·         Vermeidung von Stigmatisierungen

·         Vermeidung von Verhaltensstörungen

·         Prävention - Gesundheitsförderung

 

·         Förderung sozial emotionaler Kompetenzen

 

„Voraussetzungen“ für den Schulalltag

 

An diesem Punkt ist zu erwähnen, dass die Arbeit der Klassenlehrerin gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Die Anforderungen an ein Schulkind in der ersten Phase sind enorm!

 

·         Ordnungsrahmen: Still sitzen, Zuhören können, das Einhalten von einfachen Regeln, der Umgang mit Schulsachen, und !und !und!

·         Psychosoziale Kompetenzen: der Umgang mit Mitschülern – soziale Kontakte, Freundschaften, Gruppenbildung

·         Umgang mit Emotionen –Selbstkontrolle, Frustrationstoleranz

·         Verhalten bei Konflikten – Entwicklung von Handlungsalternativen

·         Begeisterungsfähigkeit, Neugierde, Freude am Lernen

·         Sensomotorische Fähigkeiten

·         Sprachentwicklung

·         u.v.m.

„Klassengemeinschaft“

 

Das Kind wird Teil eines neuen sozialen Gefüges, in dem es seinen Platz finden wird. 

Entwicklung von Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen innerhalb der Gruppe bzw. Klasse.
Im Idealfall gelingt es dem Großteil der Kinder, diese Phase gut zu meistern.

Allerdings -

 

Was ist der Idealfall?

Von welchen Vorstellungen und Grundhaltungen werden die Lehrkräfte bzw. die Eltern geleitet?

Was erwarten die Eltern von der Lehrerin, vom Lehrer,  vom Kind ?

Welche Möglichkeiten haben Sie, Ihr Kind zu fördern und zu unterstützen?

Welche kulturellen Gegebenheiten bringt das Kind mit? (Religion, Sprache,...)

Wie fallen die Rahmenbedingungen im Allgemeinen aus? (Wohnort, Schulweg, soziale Herkunft, Bildungshintergrund der Eltern, soziales Umfeld, Gesundheit, etc…)

 

„Chancengleichheit“

 

Das Schulsystem hat nicht die Aufgabe und wäre auch nicht in der Lage, für jede Schülerin/jeden Schüler den Idealfall herzustellen.

 

Sehr wohl kann man aber das Bemühen verlangen, die Chancen der Kinder zu verbessern.

 

Einer der Schlüssel liegt in einer guten Kommunikation. Ziel ist es, Vertrauen herzustellen.

Eine gut überlegte Elternarbeit und transparente Handlungsweisen helfen, kooperatives Arbeiten zu entwickeln.

 

"Erziehungspartnerschaft"